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Wie NextGen Leadership neu gedacht werden muss · 18. Juni 2026
Nie zuvor arbeiteten so viele Generationen gleichzeitig im Unternehmen – von Babyboomern über Millennials bis hin zur Generation Z und bald auch Alpha. Während die einen auf Hierarchie, Präsenz und Stabilität setzen, fordern die anderen Flexibilität, Sinn und partizipative Führung. Im Spannungsfeld dieser Erwartungen verändert sich nicht nur der Arbeitsplatz – sondern auch die Rolle der Führung grundlegend.
Der demografische Wandel bringt es mit sich: In vielen Teams treffen inzwischen vier Generationen aufeinander. Studien zeigen, dass sich insbesondere die Gen Z deutlich in ihren Erwartungen unterscheidet: Sie sucht nach Purpose, fordert Work-Life-Balance, erwartet digitale Souveränität und Feedback auf Augenhöhe.
Gleichzeitig ist die bestehende Belegschaft – insbesondere in Schlüsselpositionen – oftmals traditioneller geprägt. Präsenzpflicht, Entscheidungsmacht und Sicherheitsdenken prägen ihre Arbeitsmuster. Diese Diskrepanz birgt Konfliktpotenzial, aber auch enorme Innovationskraft – wenn Unternehmen sie bewusst gestalten.
„New Work“ wird häufig mit Homeoffice oder agilen Methoden assoziiert. Tatsächlich geht es um einen tiefgreifenden Kulturwandel: um Freiheit, Verantwortung, Selbstorganisation und Sinnorientierung. Und genau hier klaffen die Generationserwartungen auseinander.
Laut einer Untersuchung von EY bevorzugen 66 % der Generation Z flache Hierarchien und 78 % erwarten aktive Mitsprache bei Entscheidungen. Die Herausforderung für Organisationen liegt darin, New Work generationenübergreifend anschlussfähig zu machen, ohne dabei den kleinsten gemeinsamen Nenner zum Maßstab zu erheben.
Klassische Top-down-Ansätze stoßen bei der NextGen auf Ablehnung. Führungskräfte müssen nicht nur Ergebnisse erzielen, sondern Teams inspirieren, Vielfalt managen und psychologische Sicherheit schaffen. Laut Deloitte erwarten junge Talente insbesondere drei Dinge von ihren Führungskräften:
Viele Unternehmen reagieren auf Generationenkonflikte mit Kulturprogrammen oder generationenübergreifendem Teamcoaching – ein sinnvoller Schritt. Doch es braucht mehr: eine strukturierte Auseinandersetzung mit Werten, Führungsbildern und Rollenverständnissen. Führung muss als lernbare Rolle begriffen werden, die situativ und individuell wirken kann – besonders auch mit Blick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung.
Die Zukunft der Arbeit ist nicht nur digital – sie ist auch divers in Alter, Werten und Erwartungen. Wer sie aktiv gestaltet, kann daraus ein starkes Differenzierungsmerkmal machen.